Nächte. Gespenster. Betten.

Vor einigen Nächten wachte ich auf. Kein Kind hatte geweint, der Freund meine Beine nicht als Hocker genutzt. Nein, ich lag wie eine ziemlich moppelige Schlangenfrau mit dem Körper zwar im Bett, der Kopf aber lag auf meinem Nachttisch, zwischen Milchflaschen, einer vollgepinkelten Windel, meinem Smartphone und einer offenbar von mir im Schlaf umgekippten Wasserflasche. Dort, wo eigentlich mein Kopf hingehört hätte, lag friedlich schlafend die Tochter, die kleine Faust an die Wange gelegt, einen kleinen Milchkotzefleck im Mundwinkel, daneben der Sohn, quer, die Arme von sich gestreckt, die blonden Haare verschwitzt und verstrubbelt. Und dann, ebenfalls artistisch zwischen Bett und Nachttisch drapiert, der Freund. Weiterlesen

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Das Falsche. Kursiv. In Tüddelchen.

Vor einigen Tagen saß ich mit den Kindern auf dem Spielplatz. Wir hatten unsere Decke unterm Baum ausgebreitet, die Tochter schlief, der Sohn hatte eine Traube Weinbeeren in der Hand und plückte stolz eine Frucht nach der anderen vorsichtig ab, den Mund schon ganz voll.

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