Die Ansprüche. Der Anderen. Die Eigenen.

Es gibt Tage, an denen drückt einen irgendwas nach unten. Der fehlende Schlaf vielleicht, die hängenden Wolken, die zu wenige Milch für zu viel benötigten Kaffee, das nie ganz verstummende Geschrei der Stadt. Es sind manchmal Kleinigkeiten, manchmal ist es etwas Großes. Ohne Kinder waren das die Tage, an denen ich das Nötigste machte und oft noch vor Anbruch der Dunkelheit den Tag für beendet erklärte. Das geht nun nicht mehr. Als Mutter, so der gesellschaftliche Konsens, muss man funktionieren. Rund um die Uhr, selbst im Schlaf noch eine Hand liebevoll in das im Schlafzimmer stehende Kinderbett gestreckt. Weiterlesen

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Die Anstrengung 

Mit zwei kleinen Kindern allein unterwegs zu sein, ist offenbar für Außenstehende ein visuelles Erlebnis. Ich wurde nun schon so oft angesprochen, dass ich mich beinahe als kleine Berühmtheit wähne. „Sind das Beides Ihre?“ wurde ich auf dem Sandplatz gefragt. „Die Zwei sind doch maximal ein Jahr auseinander!“ entfleuchte es einer jungen Frau mit drei Kindern an der Ampel. Und in der Bahn erzählte mir eine andere Mutter ungefragt, dass sie auch gern sehr schnell ein zweites Kind hätte. Auf mein „Ein Jahr und sechs Tage“ reagierte sie mit Gesichtsblässe und „So schnell nun doch nicht!“. Weiterlesen