Nächte. Gespenster. Betten.

Vor einigen Nächten wachte ich auf. Kein Kind hatte geweint, der Freund meine Beine nicht als Hocker genutzt. Nein, ich lag wie eine ziemlich moppelige Schlangenfrau mit dem Körper zwar im Bett, der Kopf aber lag auf meinem Nachttisch, zwischen Milchflaschen, einer vollgepinkelten Windel, meinem Smartphone und einer offenbar von mir im Schlaf umgekippten Wasserflasche. Dort, wo eigentlich mein Kopf hingehört hätte, lag friedlich schlafend die Tochter, die kleine Faust an die Wange gelegt, einen kleinen Milchkotzefleck im Mundwinkel, daneben der Sohn, quer, die Arme von sich gestreckt, die blonden Haare verschwitzt und verstrubbelt. Und dann, ebenfalls artistisch zwischen Bett und Nachttisch drapiert, der Freund. Weiterlesen

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Druck. Vergleiche. Liebesentzug.

Heute Morgen waren der Sohn und ich einkaufen. Der Sonnabendmorgen ist unser Ding. Wir Vier trinken im Bett einen Kaffee – respektive eine kleine Morgenmilch -, unterhalten uns, gucken Bücher, dann stehen der Sohn und ich auf und gehen einkaufen, während mein Freund und die Tochter sich noch einmal ins Bett kuscheln. Der Sohn bekommt auf dem Weg ein Rosinenbrötchen, wir laufen durch den Park, gucken in den Himmel und suchen nach Hubschraubern; die liebt der Nachwuchs zurzeit nämlich sehr. Weiterlesen

Das Eine. Das Andere. Das Mundkräuseln.

Vor einigen Tagen traf mein Freund einen Bekannten, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. „Und, was hast Du ihm über mich erzählt?“, fragte ich, wissend, dass die Frage blöd war. Aber mir war nach einer Nettigkeit, an diesem Tag voller fehlendem Schlaf, grauen Wolken und kaputten Haaren. „Na, dass Du eine gute Mutter bist“, sagte der Freund, beinahe belanglos. Weiterlesen