Die Entdeckung der Freiheit

Der Sohn läuft. Er hat sich Zeit gelassen, ist lieber gekrabbelt, hat seinen Spielgefährten hinterhergesehen und offenbar alles genau studiert, um die ersten großen Schritte nicht wackelig sondern fest und bestimmt zu machen. So marschiert er nun durch die Wohnung, die Parks und die Straßen. Die Nase neugierig nach vorn gestreckt, ein wissendes „Dada! Mama, bitte!“ vor sich herbrüllend, den Finger auf alles zeigend, was es so zeigen gibt. Den Eismann. Kastanien. Hunde, die ihm genau ins Gesicht sehen können. Drachen im Wind. Vögel, die Müll klauen. Den Kinderwagen mit seiner Schwester. Weiterlesen

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Druck. Vergleiche. Liebesentzug.

Heute Morgen waren der Sohn und ich einkaufen. Der Sonnabendmorgen ist unser Ding. Wir Vier trinken im Bett einen Kaffee – respektive eine kleine Morgenmilch -, unterhalten uns, gucken Bücher, dann stehen der Sohn und ich auf und gehen einkaufen, während mein Freund und die Tochter sich noch einmal ins Bett kuscheln. Der Sohn bekommt auf dem Weg ein Rosinenbrötchen, wir laufen durch den Park, gucken in den Himmel und suchen nach Hubschraubern; die liebt der Nachwuchs zurzeit nämlich sehr. Weiterlesen

Das Eine. Das Andere. Das Mundkräuseln.

Vor einigen Tagen traf mein Freund einen Bekannten, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. „Und, was hast Du ihm über mich erzählt?“, fragte ich, wissend, dass die Frage blöd war. Aber mir war nach einer Nettigkeit, an diesem Tag voller fehlendem Schlaf, grauen Wolken und kaputten Haaren. „Na, dass Du eine gute Mutter bist“, sagte der Freund, beinahe belanglos. Weiterlesen